Kommentar 03.12.10
Erstellt von Armin | Abgelegt unter Jazzfrühstück
Der Geldadel
Die Angehörigen der dünnen Oberschicht sind die einzige Personengruppe, die vom Wirtschafswachstum profitiert. Sie zahlen ja auch keine Steuern, da sie eine Armada von Steuerberaterinnen beschäftigen und ihr Vermögen am Finanzamt vorbei ins Ausland verschieben. Jemand aus der Mittelschicht kann so gut wie nie dorthin aufsteigen, da diese Kaste hermetisch dicht abgeriegelt ist. Mensch bleibt unter sich, die frei werdenden Stellen da oben werden an den eigenen Nachwuchs vergeben, geregelt durch Studentinnenverbindungen und Internate. Daß hierbei oft Mittelmaß an das Ruder bringt, interessiert nicht, Hauptsache, das eigene Vermögen fällt nicht dem Pack in die Hände. Die sollen sich doch nur anstrengen, dann bekommen sie vielleicht im Glücksfall ein paar Krümel ab von dem Volksvermögen, das in unserer Hand ist. Die 800.000 Millionärinnen in Deutschland sorgen schon dafür, daß eine Karriere vom Tellerwäscher zum Millionär verunmöglicht wird. Lassen wir uns also weiterhin Sand von den Kons und ihren Parteien (CDU,CSU und FDP) in unsere Augen streuen und uns süße Träume bescheren, die sich alltäglich auf der Mattscheibe abbilden. Solange das Volk nur bei Großbahnhöfen auf die Straße geht, ist ja alles in Ordnung. Wir bleiben unter uns und ziehen weiterhin die Fäden. Welcher Gewerkschafter oder Linksparteiangehöriger hat jemals einen mittelständischen Betrieb gegründet?
Etikett/en: Kommentar
Marshall-Iseln
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Hier im Pazifik pachteten die amerikanischen Militärs einige Inseln und testeten dort ihre Atombomben. Der heftigste all dieser Versuche hatte eine Sprengkraft von 1000 Hiroshima-Bomben. Viele Einwohnerinnen, die dafür zwangsumgesiedelt wurden und die in engen schäbigen Unterkünften hausen, starben an den Folgen der radioaktiven Strahlung. Die Könige der Inseln bekamen viel Geld für die Pacht. Für viele Insulanerinnen ist die Entschädigung durch die amerikanische Regierung das einzige Einkommen. Und dies reicht vorne und hinten nicht und soll das Leid wiedergutmachen, daß über dieses Paradies gebracht wurde. Der einzige Arbeitgeber ist das amerikanische Militär, das Menschen auf seinen Stützpunkten beschäftigt. In der Gegenwart testen die Amerikaner hier ihr Raketenabwehrsystem, das seinerzeit Präsident Reagan angeregt hatte. Langstreckenwaffen werden in Kalifornien abgeschossen und regnen dann nach ihrer Zerstörung oder ohne auf den Pazifik nieder. Zunächst ist es schon ein Fortschritt, daß die Atombombenversuche vor längerer Zeit eingestellt wurden.
Etikett/en: Polynesien
Australien
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Langsam besinnen sich die Nachfahrinnen der europäischen Einwanderinnen darauf, was sie den Ureinwohnerinnen angetan haben. Auf dem Kontinent leben noch 500.000 Aborigines, sie machen 3 % der Bevölkerung aus. 2008 entschuldigte sich erstmals ein australischer Ministerpräsident bei diesen Menschen für all das Leid, was über sie gebracht wurde. Es ist schon mittlerweile revolutionär, daß an einer privaten Schule die Kinder der Ureinwohnerinnen gefördert werden. Sie lernen dort auch die Sprache ihrer Ahninnen. Ihre Eltern, die oft von Sozialhilfe leben und in Baracken wohnen, sind froh über diese Bildungsmöglichkeit, die sie selbst nie hatten. Die Schulspeisung ist auch in einigen Fällen die einzige Mahlzeit am Tag für die Kinder.
Etikett/en: Australien
Spielzettel 26.11.10
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Eröffnungsklingeln mit Monticello vom Monty Alexander (p) Trio
Mouse On The Keys – Unflexible Grids
Peggy Lee (voc) – You’re My Thrill
Claude Thornhill (p) Orchestra – Snow Fall
Arthur Blythe (as) – Coming On The Hudson
Charles Lloyd (ts, fl, taragato) – Hafez, Shattered Heart; Nocturne; What’s Going On; Go Down Moses; Te Amaré
Ornette Coleman (as) – Broadway Blues
Dave Liebman (ts) Group – Turnaround
Manhattan Transfer (voc) – Down South Camp Meetin‘
Tal Farlow (g) – Blues In The Closette
Kompaktscheibe der Woche: Lift Every Voice (2002) mit Charles Lloyd (ts, fl, taragato), Geri Allen (p), John Abercrombie (g), Marc Johnson/Larry Grenadier (b), Billy Hart (dr)
Kommentar 26.11.10
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Terrorismus
Ohne die Massenmedien und das Zwischennetz würde es den alltäglichen Terror nicht geben. Die Schwerverbrecher leben davon, daß über sie berichtet wird. So rekrutieren sie genügend Nachwuchs, der für sein Leben nach dem Tod bereit ist, möglichst viele Menschen zu zerfetzen. Dies sind Menschen mit wenig Intelligenz, oft geistig Behinderte, die den Interessen der Gewaltwirtschaft geopfert werden. Der Informationsgehalt in den Nachrichten, wo auf dem Planeten am vergangenen Tag wieder Menschen ihr Leben lassen mußten, ist gleich null. Aber es bringt Quote und Auflage. Je spektakulärer, desto besser. Die geneigte Medienkonsumentin wird jedoch nicht über die Zusammenhänge aufgeklärt. Daß 1 Milliarde Hungerleiderinnen auf dem Planeten von unseren Konzernen erzeugt werden und täglich massenweise Menschen abgeschlachtet werden, da sie deren Interessen im Weg stehen. Das ist Alltag und hat anscheinend keinen Informationswert. Und die guten Nachrichten finden nicht ihren Weg. Die gibt es nämlich auch und die erzeugen keinen Terror. Nur wo es kracht und knallt werden die Kameras und Mikrophone draufgehalten. Eine Schweigevereinbarung der Weltpresse, die es ja bei Selbsttötungen gibt, um keine Nachahmer zu erzeugen, wäre ein erster Schritt, dem weltweiten Terror Einhalt zu gebieten. Aber im real existierenden Kapitalismus sind die Gewinne der Verlegerinnen wichtiger als die Menschenrechte.
Etikett/en: Kommentar, Terrorismus