Ennio Morricone
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Er ist der wohl bekannteste Filmkomponist auf dem Planeten. Dem Italiener hat nun der Regisseur Guiseppe Tornatore (Cinema Paradiso, Ozeanpianist) ein zweieinhalbstündiges Dokumentarwerk gewidmet. Sein Vater war Trompeter, der Sohn mußte auch Trompete studieren und konnte sich anschließend mit einem Kompositionsstudium emanzipieren. Der Anfang seines Schaffens war recht zäh. Er komponierte Neue Musik und Schlager. Er und Regisseur Sergio Leone waren in der gleichen Schulklasse, kamen aber erst später zusammen und blieben jahrzehntelang dicke Freunde. Genau, nämlich mit den Spaghetti-Western kam dann auch der durchschlagende Erfolg.
Im Film kamen zu Wort: Bruce Springsteen, Pat Metheny, Hanz Zimmer, John Williams, Clint Eastwood und viele bedeutende Filmkünstler mehr. Bei seiner dritten Oscar-Nominierung schnappte Herbie Hancock für Round Midnight (Bertrand Tavernier) Morricone (Mission von Robert Joffe) die Statue weg. Dieses hat zu Unmut geführt: Hancock hatte einige fertige Aufnahmen verwendet und der Kompositionsoskar ist nur für durchgehend neu komponierte Musik gedacht. Aber der Maestro bekam dann doch noch den Ehrenoscar und mit seiner vierten Nominierung dann endlich die reguläre Trophäe.
Am Meisten im Film zu Wort kam der bescheidene und liebenswürdige Schöpfer Morriconoe, der hier und da eine Träne verdrücken mußte, was beim Publikum auch der Fall war. Nun ist er vor zwei Jahren verstorben und die Dokumentation endete mit vollen Stadien, vor denen er seine Musik dirigierte und die Masse mitsang.
Etikett/en: Film, Italien, Klassik, Komposition, Orchester, Western
Schwanensee
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Während der Virus-Pause kam Eric Gauthier auf die Idee Schwanensee aufzuführen. Allerdings nicht das klassische Ballett mit Tschaikowsky-Musik sondern er fragte vier Starchoreographinnen, mit denen er schon zusamengearbeitet hat, etwas zu schaffen, das nur am Rande mit diesem Klassiker zu tun hat, der bevorzugt über die Feiertage aufgeführt mit. Nein die vier Stücke sind hochmodern und mit Neuer Musik unterlegt. Ach ja Eric hatte hier den englischen Namen für die Inszenierungen gewählt. Seine Moderation bei der Umbaupause seiner Kompanie überbrückte das Ganze wie immer nett und charmant. Dabei wechselte er vom Du zum Sie und sprang immer wieder vom Deutschen ins Englische.
Etikett/en: Tanz, Theaterhaus
Egon Madsen
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70 Jahre lang stand der sympathische Däne auf den Brettern. Nun hat der Tänzer im Theaterhaus seinen letzten Auftritt (als König Lear) geboten. Der mittlerweile 80 Jahre alte Madsen war maßgeblich mitbeteiligt am Ballettwunder in Stuttgart unter dem Südafrikaner John Cranko. Er tanzte unter anderem mit der Brasilianerin Marcia Haydee und vielen weiteren Persönlichkeiten. So gründete er beispielsweise das nederlands dans theater 3, dem nur ältere Tänzerinnen angehören. In der Regel erstreckt sich der Tanzberuf von 20 bis 30 Lebensjahren. Danach müssen diese Künstlerinnen einen anderen Beruf ausüben.
Es war ergreifend, wie der charmante Trainer von Gauthier Dance verabschiedet wurde. Alle sechzehn Tänzerinnen der Theaterhaus-Kompanie kamen auf die Bühne, Eric Gauthier und Intendant Werner Schretzmeier überreichte einen großen Herbst-Strauß und lies es sich nicht nehmen, dem Weggefährten alles Gute für den Ruhestand zu wünschen. Als Freund und Berater bleibt er den Tänzerinnen erhalten.
Egon Madsen war immer fröhlich, hat nie gejammert und war jederzeit offen für einen kurzen Plausch auch außerhalb der Kompanie, die jetzt 15 Jahre alt wird und für die Madsen genauso lang da war. Mir blieb ein Fünfminüter haften, in dem ein Bollywood-Stück dargeboten wurde mit Egon als Vortänzer. Legendär ist aber auch Don Q., wo Egon Madsen und Eric Gauthier zum ersten Mal im Duo im Theaterhaus auftraten unter dem Choreographen Christian Spuck, der mittlerweile Intendant des Züricher Balletts ist. Und natürlich hat Gauthier Dance in den letzten Jahren viele Auszeichnungen bekommen.
Etikett/en: Stuttgart, Tanz, Theaterhaus
Die Fellbächerin
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Am Sonntag, dem 20. November 2022 20 bis 23 Uhr ertönt erneut diese Sendung im Freien Radio für Stuttgart http://www.freies-radio.de In den beiden ersten Stunden hörst du verschiedenartigste Weltmusik ummantelt mit der Lesung von aktuellen Texten von folgender Seite: http://www.rotrosagrün.de. In der dritten Stunde dann Jazz von Max Roach (dr), Don Cherry (tp) und Anthony Braxton (sax). Antenne 99,2, Kabel 102,1. Kein Empfang über Satellit.
Etikett/en: amokfisch, Fellbach, FRS, Jazz, Weltmusik
Freies Radio für Stuttgart
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Freitag, 4. November 2022 14 bis 16 Uhr between the cracks: Die Dhin/Magic Pad Corporation ist ein Zusammenschluß von Dhinstroke alias Andreas Lührs und Miss Magic Pad alias Mira-Katharina Langnau.
Dhinstroke ist ein erfahrener Studio-Drummer und Tabla-Spieler, und Miss Magic Pad eine erfahrene Gitarristin und Bassistin. Dhinstroke spielt zudem auch Keyboards, wobei er hier die Noten auf seiner Pad Station „eintrommelt“ – während Miss Magic Pad dafür ihre Tastatur nutzt.
Eine Sendung der Redaktion Jazz funkt und dem Genossen amokfisch (Armin Fischer) am Mikrophon und den Reglern.