Tatami
Erstellt von Armin | Abgelegt unter Tagebuch
Derzeit in den Kinos läuft ein Film , der eine Zusammenarbeit von einem Israeli und einem Iraner ist. Am Beispiel von einer hochtalentierten Nationalhoffnung als Judoka Hosseini muß beim Wettkampf immer einen Strumpf auf dem Kopf tragen, die Mullahs in Persien, eine faschistische Männerregierung im Iran, schreiben das vor. Bekanntlich sind Einige bei den Protesten gegen das Kopftuch ermordet worden.
Im Film geht es um die Weltmeisterschaft im Judo in Tiflis, Georgien 2019. Hosseini kämpft da für den Iran. Da die Gefahr besteht, daß sie wegen ihres Erfolgs gegen Israel antreten muß, verbieten die Mullahs im Hintergrund, daß sie weiterkämpfen darf. Das heißt, sie muß vorzeitig ausscheiden. Da sie das nicht tun will, üben die Mullahs Druck auf sie aus, so daß sie vorzeitig im Viertelfinale gegen Georgien ausscheidet, sie kann sich nicht mehr konzentrieren, da ihre Eltern gefoltert wurden vom Regime. Zum Schluß fliehen ihr Mann mit Sohn über die grüne Grenze und sie und ihre Trainerin in die Obhut der Sicherheit.
Das Ganze ist eine Parabel auf die Verkommenheit bescheuerter Regime, gegen die die Menschen auf die Straße gehen können, jedoch nur unter Gefahr von Leib und Leben. Und der Iran ist nicht alleine. Mensch muß allerdings auch sehen, daß dieses von Westeuropa ausgeht. Hier sitzen die Verantwortlichen für den Kolonialismus, der Autokraten massenhaft auf der ganzen Erde installiert hat, natürlich auch im Iran. Und das sind bezeichnender Weise nur Männer.
Etikett/en: Film, Iran, Kolonialismus, Sport
Iran
Erstellt von Armin | Abgelegt unter Jazzfrühstück
Über ein Jahr nach der blutigen Zerschlagung der grünen Revolution, die zum Ziel hatte, den durch Wahlmanipulationen an der Macht klebenden Präsidenten Mahmud Ahmedinedschad zu stürzen, gibt es wieder zaghafte Versuche des Widerstands, angetrieben durch die Erfolge in Tunesien und Ägypten. Durch die Zensur und den Terror der Mullahs sind selbst ein paar Tausende Demonstranten eine Sensation. Bei einer Massenkundgebung für die Herrschenden im Land waren vor Kurzem mehr oder wenig freiwillig eine Million Menschen auf den Straßen des Landes. Zur Zeit der grünen Revolution wurden Tausende von Oppositionellen eingekerkert und regelmäßig in der Haft vergewaltigt, egal ob Frau oder Mann. Selbst vor Jungfrauen machte dieser Terror keinen Halt. In der Tat hat sich der machthabende jetzige Präsident genauso falsch verhalten, wie der Schah Reza Pahlewi oder Ayatollah Khomeini. Die überwiegend junge Bevölkerung begehrt gegen diese perversen Strukturen zurecht auf. Die Frage bleibt jedoch brisant, wohin die Atommacht Iran hinsteuert. Weiterhin in die Barbarei oder in eine Demokratie?
Etikett/en: Iran